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HowTo: HPA - Vorwort

Unter dem Motto "HPA für alle!" haben wir die nachfolgende Anleitung erstellt.
Hintergrund ist dieser, dass vor wenigen Jahren HPA-Systeme im Airsoftbereich faktisch kaum vorhanden waren und der Zugang zu gesammelten Informationen, wie man seine Waffe auf HPA umrüsten kann, quasi nicht existierten.
HPA ist ein System, das maßgeblich bei Paintball-Markierern Verwendung findet und sich auch zunehmend im Airsoftbereich einer immer größer werdenden Beliebtheit erfreut.
In intensiver Eigenrecherche entstand dann dieses Tutorial - um damit für jedermann unser erlangtes Wissen in einem HowTo bereitzustellen. Als Basis diente eine Tanaka M40 A1.


Einführung

Vorteile

  • exakte Justierung und Regulieren der Mündungsenergie
  • Flexibilität und Anpassbarkeit an Spielfeldregeln
  • konstante Energieabgabe
  • kaum Schwankungen bei kalten/warmen Außentemperaturen
  • Wintertauglichkeit
  • geräuscharm
  • sehr geringer Wartungsaufwand

Nachteile

  • auf einigen Spielfeldern nicht erlaubt
  • teure Anschaffung
  • spezielles Werkzeug notwendig
  • technisches Grundverständnis notwendig
  • handwerkliches Geschick notwendig
  • Füllstation / Pressluftpumpe notwendig

Vorbereitung

Zunächst müssen verschiedene Bestandteile eingekauft werden, sofern man diese noch nicht besitzt.
Die meisten benötigten Teile sind in gängigen Paintball-Shops zu finden.

Anzahl Artikel Kosten (ca.)
1 x gas-/druckluftbetriebene ASG (CO2, GBB/NBB, HPA-ready) ~
1 x Bohrer mit 8,5mm Stärke ~
1 x Gewindeschneider ⅛" ~
1 x Teflonband ~
1 x Chronograph ~
1 x Schutzbrille ~
1 x HP-Flasche mit Preset (gibt es als HP-Komplettsystem zu kaufen) 50-60€
1 x Macroline-Schlauch 6mm mit Fitting 15€
1 x Mamba-Schlauch 40-60€
1 x Inline-Regulator 50-70€
1 x PPD Schnellkupplung (unter Druck sperrend) 10€
1 x PPD Verlängerung ⅛" 1,6cm 2€
1 x PPD Doppelgewindemuffe ⅛", 2x weiblich 3€
1 x Reduzierstück ½" zu ¼" 5€
1 x Reduzierstück ¼" zu ⅛" 5€
Gesamt 180-220€

Wie wird es gemacht?

Zur Übersicht wird in den nächsten Schritten erklärt, wie wir dieses Projekt erfolgreich umsetzen können. Dazu betrachten wir zunächst die folgende Übersicht und arbeiten uns dann Schritt für Schritt voran.

HPA Tutorial Overview

1. Schritt

Am Mamba-Schlauch (weiß) sollte ein Flaschenadapter mit Einstellrad (grün) sowie ein Bleeder aufgebracht sein.
Diese müssen zunächst entfernt werden, sodass am Ende der Schlauch "nackt" ist mit zwei männlichen Anschlüssen.
Der Bleeder wird nicht mehr benötigt.


2. Schritt

Auf die HP-Flasche (schwarz) mit Preset/Manometer (grau) wird der zuvor entfernte Flaschenadapter angebracht.
Anschließend muss das Fitting (gelb, gerade) des Macroline-Schlauches (orange) an den Flaschenadapter gesetzt werden.
Der Macroline-Schlauch wird mit dem Fitting verbunden.
Ein Abdichten sollte nicht notwendig sein, da das Fitting bereits eine Dichtung besitzt.


3. Schritt

Das zweite Fitting (gelb, gewinkelt) wird an den Inline-Regulator (rot) angebracht und mit dem Macronline-Schlauch verbunden.
An das ½" Gewinde des Regulators müssen dann die Reduzierungsstücke (hellblau, blau) aufgebracht werden.
Bevor alles verschraubt wird, müssen noch die Schraubdichtungen um die männlichen Gewinde mit Teflonband abgedichtet werden.
Dabei ist darauf zu achten, dass das Teflonband in Schraubrichtung umwickelt wird.
Nun alles fest verschrauben: fertig.


4. Schritt

Die Doppelgewindemuffe (dunkelblau) wird nun auf das ⅛" Gewinde des letzten Reduzierstückes aufgeschraubt.
Anschließend ist der Mamba-Schlauch (weiß) an die Doppelgewindemuffe anzubringen.
Am anderen Ende des Mamba-Schlauches wird die Schnellkupplung (pink) befestigt.
Alle Verbindungsstücke müssen hier wieder mit Teflonband abgedichtet werden.


5. Schritt

Nun muss das Magazin (dunkelrot) angepasst werden.
An einer möglichst dickwändigen Stelle am Magazinboden wird mit einem Bohrer ein 8,5mm großes Loch bis zum Gas-Tank des Magazins gebohrt.
Anschließend muss mit einem ölgeschmierten Gewindeschneider ein Gewinde in das gebohrte Loch geschnitten werden.
Es ist dringend darauf zu achten, dass das Gewinde kerzengerade hineingeschnitten wird!


6. Schritt

Zum Abschluss wird vom Schnellverschluss das männliche Gegenstück (dunkelgrün) in das geschnittene Gewinde am Magazin geschraubt.
Sollte dies nicht möglich sein, da das Loch zu tief liegt, muss zwischen dem Gewinde und dem Gegenstück noch eine Verlängerung (violett) eingesetzt werden.
Bei allen Schritten ist das Teflonband dabei wieder nicht zu vergessen.

HPA Umbau 01 HPA Umbau 02 HPA Umbau 03

Abschluss

Zu guter Letzt muss nun nur noch die HP-Flasche befüllt werden.
Dies geht in aller Regel in jedem Paintballshop oder wahlweise auch auf den meisten Paintballfeldern
Alternativ gehen auch bestimmte Kompressoren mit passendem Fülladapter - jedoch ist dies nicht sonderlich günstig.
Ist die Flasche voll, muss der Inline-Regulator mit einem Innensechskantschlüssel zunächst geschlossen werden.
Anschließend kann man mit Hilfe eines Chronographen die Mündungsenergie der Waffe prüfen.
Dazu wird zunächst die HP-Flasche mit dem Mamba-Schlauch am Schnellverschluss des Magazines verbunden.
Der Regulator wird wieder am Innensechskant geöffnet und kann dann auf einen gewünschten Wert eingestellt werden.
Jetzt darf gemessen werden! Als Referenz ist es ratsam, den eingetragenen PTB-Wert der Ursprungswaffe zu verwenden.
Wird ein zusätzliches Manometer zwischengesteckt, kann man die Einstellung genauer regulieren. Mit etwa 75psi sind durchaus etwa 3 Joule möglich.


Wie lange hält eine Flasche?

Eine 0,8l Flasche hält etwa 500 Schuss.
Abhängig davon ist das verwendete Setting der Waffe sowie der eingestellte Druck.
Es können durchaus auch höhere Schussabgaben möglich sein.


Abschließende Hinweise

Es sollte sorgsam mit der Druckluftflasche umgegangen und nur TÜV-geprüfte Flaschen verwendet werden.
Beim Zusammenbau ist der Arbeitsschutz nicht zu vernachlässigen. Eine Schutzbrille kann vor Metallsplittern schützen.
Die Arbeiten sollten nur von handwerklich geschickten Personen durchgeführt werden.

Es sollte außerdem ein sehr verantwortungsbewusster Umgang an den Tag gelegt werden.
Das heißt, während eines Spieles sollte man die Leistung nicht unerlaubt hochschrauben, um sich einen etwaigen Vorteil zu verschaffen.

Wir übernehmen keine Haftung für die inhaltliche wie rechtliche Richtigkeit dieser Anleitung sowie eventuelle Schäden an der Waffe oder verwendeten Materialien.