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HowTo: 3-Punkt-Trageriemen - Vorwort

In dieser Anleitung für die Praxis wird gezeigt, wie man mit einem geringen Budget seinen eigenen 3-Punkt-Trageriemen anfertigen kann. Dabei wird kurz darauf eingegangen, warum es diese Art gibt, wie man es richtig einstellt und was für Vorteile dieser mit sich bringt.


Was benötigt wird

Die nachfolgende Liste ist ein grober Anhalt. Damit kann man einen geeigneten Trageriemen für alle Langwaffen und normal-gebaute Menschen basteln. Je nach Waffenlänge oder Körperfülle können Längenangaben variieren.

Anzahl Artikel Kosten (ca.)
2 x HK Snap Hook 1" (oder anderen Schnapp-/ Karabinerhaken) 5-10€
3 x Schieber 25mm 1-2€
1 x Steckschnalle 25mm 1-2€
2 m Gurtband 25mm 3-4€
Gesamt10-18€

Bestandteile

Alternativ kann man natürlich auch andere Artikel suchen, die jedoch nicht immer qualitativ aus besten Materialien bestehen müssen.
Die Preise sind natürlich nur grob angegeben. Der ein oder andere hat vielleicht auch noch Zeug zu Hause rumliegen und ggf. drücken Versandgebühren den Preis ebenfalls - daher sind die Daten in der oberen Übersicht nur die reinen Materialkosten!

Hinweis:
Gurtband in 2m Länge reicht in aller Regel vollkommen aus.
Wer aber etwas fülliger ist oder sichergehen will, kann sich auch 2,5-3m kaufen - kürzen kann man immer!

Darüber hinaus kann es ratsam sein, eine kleine Zange bereitzuhalten.


Wie wird es gemacht?

Nachdem wir alle Grundmaterialien haben, legen wir diese griffbereit neben uns hin.
Für die ersten Schritte benötigen wir einen Haken, einen Schieber, eine Hälfte der Steckschnalle und das Gurtband.

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1. Schritt

Zunächst nehmen wir ein Ende des Gurtbandes und schieben einen Schieber so darüber, dass der Mittelsteg nach unten zeigt. Den Schieber schiebt man dann etwa 30cm weit vom Gurtbandende aus über.
Anschließend zieht man das Gurtband von unten nach oben durch den Haken und führt es dann wieder durch den Schieber. Der Haken sollte dabei seine Öffnung nach unten zeigen.

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2. Schritt

Nun wird das Gurtband durch eine Hälfte der Steckschnalle gefädelt. Ob man hierfür das männliche oder weibliche Hälfte verwendet, ist letztendlich Geschmackssache.

Hinweis:
Bei Verwendung der weiblichen Steckschnallenhälfte kann man auf den ersten Schieber in Schritt 3 verzichten!

Zum Abschluss wird dann das Gurtband noch einmal durch den Schieber geschoben und damit justiert. Der erste Teil des Trageriemens ist fertig.

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3. Schritt

Für die nächsten Schritte legen wir uns alle übrigen Grundmaterialien bereit und arbeiten uns an der anderen Seite des Gurtbandes weiter.

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Als erstes fedeln wir das Gurtband durch nur eine Öffnung des zweiten Schiebers, sodass der Mittelsteg oben ist.

Hinweis:
Hat man in Schritt 2 die weibliche Hälfte der Steckschnalle verwendet, kann man anstelle des Schiebers in diesem Schritt auch die untere Schlaufenöse der männlichen Steckschnallenhälfte verwenden!

Dann wird das Gurtband von unten nach oben durch den zweiten Haken eingefädelt (Öffnung nach unten). Den Schieber und den Haken können wir dann auch erstmal wegschieben.
Das Gurtband legen wir uns dann so zurecht, sodass das lange Ende zu unserem bereits fertigen Ende aus Schritt 1-2 hinzeigt.

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4. Schritt

Haben wir Schritt 3 hinter uns, nehmen wir den letzten Schieber und schieben diesen so auf, dass der Mittelsteg unter dem Gurtband liegt.
Anschließend führen wir das Gurtband durch die freigebliebene Öffnung des zweiten Schiebers.

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5. Schritt

Als vorletztes ziehen wir das Gurtband durch die zweite Hälfte der Steckschnalle und legen das Band wieder zurück.
Dabei fädeln wir es ein letztes Mal durch den dritten Schieber, damit das Band fixiert ist. Um nochmal sicherzugehen, kann man das Gurtband, sofern noch Platz dafür ist, ein weiteres Mal durch den Schieber fädeln, damit es auch wirklich nicht mehr verrutschen oder sich lösen kann.

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Fertig ist unser 3-Punkt-Trageriemen!

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Welche Trageweise?

Einen 3-Punkt-Trageriemen kann man auf verschiedene Weisen einstellen und nutzen.
Damit man den Trageriemen effektiv einsetzen und einstellen kann, wird nachfolgend auf eine zweckmäßige Trageweise eingegangen.
Grundsätzlich ist es am sinnvollsten, die Waffe so nah wie möglich am Körper zu haben, damit man schnell und ohne großes Wackeln in den Anschlag gehen kann.

Zunächst befestigt man den Trageriemen so, dass die Seite mit der Steckschnalle vorne an der Waffe hängt.
Es ist empfehlenswert, dies nicht zu nah am Laufende zu packen, da so der Trageriemen unnötig zu lang ist und ggf. bei einigen Airsoftwaffen das Frontset und somit den Lauf verzieht.
Sinnvoller ist es, diesen eher auf Höhe des Magazinschachtes bzw. etwas weiter davor zu befestigen.

Den hinteren Haken befestigt man so nah zur Schaftkappe der Schulterstütze hin, wie nur möglich, um kein großes Spiel zwischen Schulterstütze, Schulter und Trageriemen zu haben.

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Jetzt die Frage, die sich so manch einer stellen wird: wie lege ich mir diesen um?

Zunächst sieht man ggf. mehrere Schlaufen - je nachdem wie lang bzw. kurz unser Trageriemen eingestellt ist.
Für die nachfolgende Trageweise nehmen wir die innerste Schlaufe - also so, dass zwischen der Waffe und dem Schützen nur ein einziges Band ist - alle übrigen Bänder liegen dann später über der Schulter.

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Für Rechtshänder gilt: linker Arm und Kopf gehen von unten durch die Schlaufe, sodass der Trageriemen über der rechten Schulter liegt.
Für Linkshänder das Ganze natürlich umgekehrt.


Wie stelle ich den Trageriemen richtig ein?

Zunächst sollte man nicht vom Trageriemen erdrosselt werden.
Hat man bereits Probleme, durch die Schlaufe zu kommen, dann ist dieser zu kurz eingestellt!
Um dies zu beheben, nimmt man den äußersten Schieber, lockert das Gurtband darum, und schiebt den Gurt mit Schieber in Richtung Steckschnalle. Die Steckschnalle bleibt dabei geschlossen!
Dadurch vergrößern wir das "Einstiegsloch".

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Wenn das soweit passt, sollte die Waffe zunächst etwas locker vor einem hängen.
Nun muss man ggf. das Gurtband bzw. den Schieber, den wir zuvor zum Lockern verwendet haben, wieder etwas spannen, also weg von der Steckschnalle schieben.

Man macht dies so lange, bis man mit der Waffe gut in den Anschlag gehen kann, ohne dass die Waffe dabei viel wackelt.
Wenn man es richtig gemacht hat, kann man die Waffe einhändig und ohne großen Kraftaufwand in den Anschlag bringen.
Der Trageriemen darf dabei leicht spannen.

Wichtig dabei ist aber nach wie vor, dass man sich nicht dabei erdrosselt.

Und jetzt kommt die eigentliche Besonderheit eines 3-Punkt-Trageriemens: die Steckschnalle.

Im Normalfall bleibt die Steckschnalle geschlossen.
Damit ist zwar der Anschlag rechts perfekt eingestellt, jedoch kann man damit nicht mehr die Waffe links anlegen.
Um dies zu lösen, können wir nun die Steckschnalle öffnen.
Dadurch kann man die Waffe auch auf der anderen Schulter verwenden, ohne sich dabei zu erwürgen.

Durch den mittleren Schieber, der relativ lose im Trageriemen hängt, kann man zudem die Waffe auch einfach fallen lassen, wenn man z.B. auf eine Backup zurückgreifen muss.
Dabei bleibt die Waffe weiterhin nah am Körper.
Darüber hinaus kann man sich die Waffe auch relativ leicht hinter sich werfen und auf dem Rücken oder der Seite tragen, damit man frontal Platz für seine Arme hat.