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Airsoft

Allgemein

Airsoft bzw. im deutschsprachigen Raum oft auch Softair ist ein taktisches Geländespiel. Üblicherweise versuchen zwei oder mehrere Teams, bestimmte Spielaufgaben zu erfüllen.
Die Spielgeräte werden als ASG (Kurzform für Air Soft Gun) bezeichnet und sind optisch in der Regel echten Feuerwaffen nachempfunden.


Waffen und Munition

Wie bei ihren realen Vorbildern gibt es Airsoftwaffen in nahezu allen Varianten.
So existieren klassische Faust-, Kurz- und Langwaffen als auch Granaten, Granatwerfer und Minen.
Alle Airsoftwaffen verschießen kleine Rundkugeln - so genannte BBs.
Diese haben üblicherweise einen Durchmesser von 6mm und bestehen zumeist aus Kunststoff oder Stärke. Aber auch BBs aus Glas, Keramik, Metall sowie Farbkugeln sind anzutreffen..
Die Munition wird in der Regel mit Hilfe von Luftdruck verschossen.
Als Antrieb wird ein Kolbensystem oder die Verwendung von externer Druckluft bzw. Gasen verwendet.
Beim Kolbensystem wird eine Feder gespannt. Wird diese gelöst, schnellt der Kolben in einem Zylinder hervor, wodurch ein Überdruck erzeugt wird - ähnlich einer Luftpumpe.
Das Spannen der Feder erfolgt entweder durch Muskelkraft (die Waffe wird als Spring oder Federdruck bezeichnet) oder durch ein (halb-)automatisches System mithilfe eines Elektromotors (die Waffe wird als (S-)AEG, AEP oder EBB bezeichnet).
Werden Gase verwendet, nutzt man hierfür verschiedene Treibgase (z.B.: Propan, CO2, ...). Findet externe Druckluft Verwendung, nutzt man einen Druckluftbehälter (HPA).
Zur Steigerung der Präzision und Reichweite einer Airsoftwaffe erhält das Geschoss einen Rückwärtsdrall (Hop Up).
Hierbei kommt eine gummierten Fläche innerhalb des Laufes zum Einsatz. Dabei streift die BB diese und wird hierbei in Rotation versetzt.
Dadurch entsteht oberhalb der Rundkugel ein Unterdruck, sodass die BB entgegen der Erdanziehungskraft eine möglichst gestreckte Flugbahn erhält, bis die Rotation und Fluggeschwindigkeit nachlässt und der Effekt verloren geht.


Spielarten, Sinn und Ziel

Bei jedem Spiel gibt es verschiedene Missionsziele, die zu erreichen sind.
Im Regelfall treten zwei Fraktionen, meist gebildet aus mehreren Teams, gegeneinander an.
Grundlegend gilt in aller Regel: ein Treffer am Körper bedeutet das Ausscheiden des Spielers aus der Spielrunde.
Abhängig der Spielregeln kann auch der ausgeschiedene Spieler nach Ablauf einer bestimmten Zeit wieder in die laufende Spielrunde einsteigen.
Sinn des Spieles ist es, zusammen im Team die gestellten Aufgaben zu meistern.
Anders als vergleichsweise beim Paintball, wo Treffer in Form von Farbflecken zu erkennen sind, erfordert Airsoft einen hohen Grad an Fairness.
Ein guter Sport- und Teamgeist ist ebenfalls wesentlicher Bestandteil der Spielmoral.


Reenactment, MilSim, Battle Display

Nicht selten wird bei Airsoft auch Reenactment, MilSim oder Battle Display betrieben.
Unter Reenactment versteht man ein authentisches Darstellen einer bestimmten militärischen oder auch fiktiven Einheit in einem zeitlichen Kontext, zum Beispiel während eines historischen Ereignisses.
Bei MilSim, die Kurzform von Military Simulation, spricht man von einem Spielmodi, bei welchem sich die Regeln an reale militärische Gepflogenheiten richten. Charakteristisch hierfür ist meist eine Spieldauer über mehrere Tage, ein strenger Dress-Code, Regeln zur Erstversorgung (Sanitäts-Regeln) sowie die Verwendung militärischer Fachsprache.
Battle Display stellt eine Steigerung zwischen Reenactment und MilSim dar.
Die Darstellung muss sich auf eine reale Einheit beziehen, die meist durch Referenzquellen belegt sein muss. Die dabei verwendete Ausrüstung besteht daher weitestgehend aus Originalteilen.


Spielfeld

Airsoft darf nur auf umschlossenem und befriedetem Besitztum mit Einverständnis des Eigentümers sowie Genehmigung zuständiger Behörden stattfinden.
Dies können alte Industrieanlagen, Hallen als auch offene Spielfelder im Wald sein.


Verletzungsgefahr

Die Verletzungsgefahr selbst bei Airsoft ist ohne entsprechende Ausrüstung hoch.
Eine Gefahr geht dabei von den Geschossen aus.
Wenn eine BB direkt die Haut trifft, entstehen mückenstichähnliche Rötungen oder in seltenen Fällen Hämatome, Blutblasen oder kleine Platzwunden.
Die üblichen Verletzungen sind meist harmlos und verheilen innerhalb weniger Tage.
Schüsse, welche unter die Haut gehen, sind mit gebräuchlichen Airsoftwaffen unter normalen Umständen nicht möglich.
Trifft ein Geschoss das Auge, so kann dies bis zur Erblindung dessen führen. Das Tragen von einer Schutzbrille ist deshalb vorausgesetzt und daher obligatorisch.
Die Beschaffenheit des jeweiligen Spielfeldes bildet eine weitere Gefahrenquelle.
Kleine Löcher im Boden, Türschwellen oder auch Unrat können zu verschiedensten Verletzungsbildern führen.
Daher ist es ratsam, festes und knöchelhohes Schuhwerk, Handschuhe sowie bei Bedarf Gelenkprotektoren oder einen geeigneten Helm zu verwenden, um Verletzungen zu vermeiden.


Altersfreigabe

Der Besitz und die Nutzung von Airsoftwaffen mit einer Mündungsenergie von weniger gleich 0,5 Joule ist innerhalb der BRD ohne Altersbeschränkung erlaubt.
Für Waffen, die eine Energie von mehr als 0,5 Joule aufweisen und 7,5 Joule nicht übersteigen, ist der Erwerb, Besitz und Nutzung erst ab 18 Jahren erlaubt.
Zu beachten ist: für alle Airsoftwaffen gilt ein Führungsverbot in der Öffentlichkeit (siehe §42a WaffG).
In Ländern außerhalb von Deutschland können sich weitere Verschärfungen als auch Lockerungen in Bezug zu Airsoft ergeben.


Gesetzliche Lage

Die gesetzliche Lage behandeln wir hier ausführlich.


Missbrauch

Airsoft bietet ein hohes Missbrauchspotential.
Die Spielgeräte sind bereits günstig zu erwerben und machen es Straftätern leicht, Drohungen mit einer scheinbar "scharfen Waffe" auszuüben, um Personen einzuschüchtern oder erpressbar zu machen.
Aber auch Unwissenheit oder Naivität im Umgang mit Airsoftwaffen können schnell einen Einsatz durch Polizeikräfte provozieren.
Darüber hinaus belichten Medien Airsoft oftmals schlecht und stellen meist nur den negativen Umgang in den Vordergrund.
Dabei ist Airsoft als Spiel und auch in seiner sportlicher Ausführung harmloser und sicherer als vergleichsweise Boxen.
Es ist weder Ziel, seinem Gegenspieler vorsätzlich Schaden zuzufügen, noch hat dieses den Zweck, Unruhe in der Öffentlichkeit zu stiften.


Links

Für weitere Informationen zum Thema Airsoft, verweisen wir auf nachfolgende Quellen: