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Allgemein

Modell Storm 360
Hersteller Action Sport Games
Antriebsart Gas
Auslösung Impact (Aufschlag)
Energie (0.20 g BB) unbekannt
Füllmenge 165 BBs (Herstellerangabe)
160 BBs (getestet)
Gesamtlänge 11 cm
Durchmesser 8,5 cm
Gewicht ca. 270 g
Material überwiegend Kunststoff / einzelne Metallteile
Kosten ca. 60 €

ASG Storm 360 AHG


ASG Storm 360: Einleitung

Der Hersteller ASG (Action Sport Games) hat im Jahr 2017 die Storm 360 veröffentlicht.

ASG ist ein weltweit führendes Unternehmen bei Import und Herstellung von Nachbildungen von Feuerwaffen und Zubehör - einschließlich Airsoftwaffen, CO2 Pistolen und Waffenrepliken.
Die Storm 360 wird in Frankreich gefertigt und soll den Zweck einer Airsoftgranate endlich brauchbar machen.


Inhalt

  • 1x Storm 360 (mit Splint)
  • 1x Bedienungsanleitung (Englisch)

Verpackung

Die Storm 360 befand sich in einem dünnen Steckkarton, welcher bei dem uns vorliegenden Modell bereits starke Gebrauchsspuren aufwies.

Die Gebrauchsanweisung ist in Englisch, wobei die dargestellten Bilder alles erklären.

gesamter Verpackungsinhalt die Granate Granate und Splint
der Verpackungsumfang

Die Granate

Die Strom 360 bestehen fast ausschließlich aus verschiedenen Kunststoffen.

Der Hauptkörper besteht aus einem sehr steifen Kunststoff.
An dessen Seiten ist das Produktlogo in einem stilvollen Relief.
Der Kern, welcher als Gastank dient, besteht aus einem weicheren aber dennoch festen Kunststoff.

Der Splint besteht aus Metall und verdient - im Gegensatz zu anderen Airsoftgranaten - die Bezeichnung Splint.

die Granate, zerlegt die Granate, Außenhülle
Aufbau (Skizze)
der Aufbau der Granate (Skizze)

Funktionsweise und Inbetriebnahme

Die Bedienung ist kinderleicht und vergleichsweise noch einfacher als z.B. bei der Kimera.

ASG Storm 360 AHG
die Bedienungsanleitung

Um die Granate einsatzbereit zu machen, wird einfach der Druckknopf eingedrückt und der Splint zum Sichern eingesetzt.
Danach kann die Granate direkt mit Gas befüllt und mit einen Speedloader aufmunitioniert werden - fertig!

Der technische Aufbau der Granate ist sehr simpel.
Man erkennt klar, dass sich ASG von anderen Airsofthandgranaten wie der Kimera oder der Tornado "inspirieren" lassen hat.

Im Wesentlichen besteht die Granate aus einer Außenhülle, in welcher die BBs in einer Spirale um einen Gasbehälter geführt werden.
In dem Gasbehälter wird eine Kugel per Druckknopf so fixiert, dass diese die Auslassöffnung verschließt.
Sobald der Splint gezogen wird, drückt das Gas den Druckknopf nach außen.
Die Kugel im Inneren wird dann nur noch durch den Überdruck in der Kammer an der Auslassöffnung gepresst.
Bei einer stärkeren Erschütterung gibt die Kugel die Auslassöffnung frei und das Gas strömt aus.
Das ausströmende Gas befördert die BBs mit hohem Druck aus der Spirale und verteilt diese im Raum.


Wartung

Die Granate ist pflegeleicht.
Hierfür einfach nach jeder Auslösung 1 bis 2 Tropfen geeignetes Silikonöl in die Gas-Chamber träufeln.
Da im Lieferumfang kein Öl enthalten war, wurde bei uns das Öl einer anderen Airsofthandgranate genutzt.
Noch einfacher geht es, wenn man Gas verwendet, das bereits ein Öl- bzw. Silikonölzusatz enthält.


Modifikationen

Dichtungen verbessern

Auch bei der ASG Storm 360 sind werkseitig nicht die besten Dichtungsringe verbaut.
Daher ist anzuraten, die Dichtungen bei ersten Anzeichen von Undichtigkeit zu tauschen oder mit Teflonband nachträglich abzudichten.
Auch das Ventil kann man hierbei für etwa 12 € austauschen.

Das uns vorliegende Modell war bereits zu Beginn so undicht, dass nach einer Befüllung das Gas in weniger als einer Minute aus der Kammer entwichen war.
Dabei waren ein undichtes Ventil sowie ein undichter Gummi im Inneren die Ursachen.

Dichtungsring Dichtungsring, Detail
Dichtungsringe vom Gastank

Das äußere Gehäuse ist meist nur mit 6 Schrauben verschraubt - gelegentlich wurde aber auch berichtet, dass dieses sogar mit Heißkleber versiegelt wurde.

Nach dem Öffnen wurde bei dem uns vorliegenden Modell die Dichtungsringe getauscht und zusätzlich mit Teflonband umwickelt.
Wichtig ist aber unbedingt, dass die Auslassöffnung für das Gas wieder freigeschnitten werden muss!

abdichten vom Gastank abdichten vom Gastank, Detail freilegen der Auslassöffnung geöffnete Austrittsöffnung
Abdichtung vom Gastank

Zusätzlich kann man bei Bedarf auch zwischen den beiden Schalen vom äußeren Gehäuse Teflonband legen, wobei man - abweichend von der Abbildung - möglichst versuchen sollte, nicht die Spirale zu verdecken.

Teflonband zwischen den Schalen abgedichtete Außenhülle 1 abgedichtete Außenhülle 2
Abdichtung der Außenhülle

Beim Zusammenschrauben ist darauf zu achten, dass die Schrauben sauber in die bestehenden Gewinde eingedreht werden.
Hierzu kann man die Granate in einen Schraubstock spannen und fest aneinanderpressen, um Abweichungen beim Verschrauben zu vermeiden.
Die Gewinde bestehen nur aus Kunststoff und nach mehrmaliger Öffnung kann es sonst vorkommen, dass die Schrauben nicht mehr richtig anziehen, da das Gewinde zerstört wurde.


Lanyard-Mod

Die ASG Storm 360 bietet eine einfache Möglichkeit zur Modifikation, die sicherstellt, dass der Sicherungssplint beim Ziehen nicht verloren gehen kann.
Zunächst benötigt man eine stabile etwa 15 cm lange Schnur, wie z.B. Paracord, und bindet diese an den Ring vom Splint.
Im nächsten Schritt entfernt man von der Granatenhülle eine Schraube.
Diese Schraube dreht man nun durch das andere lose Ende der Schnur.
Zum Schluss wird die Schraube zusammen mit der Schnur wieder an die Außenhülle der Granate verschraubt.
Die Schnur dient dabei als Fangleine und verhindert, dass der Splint nach dem Ziehen verloren gehen kann.

Vorbereitung Lanyard-Mod befestigen der Schraube an der Fangschnur, Detail 1 befestigen der Schraube an der Fangschnur, Detail 2 befestigen der Fangschnur an der Außenhülle
Lanyard-Mod

Leistung und Wirkbereich

Die Storm 360 ist eine sehr robuste Granate und auch für den Aufprall auf harte Böden geeignet.
Der Streukreis und die Reichweite sind dabei jedoch leider nur befriedigend.

Beim Test wurde die Granate mehrfach aus einer Distanz von etwa 3 Meter in einen unterkellerten Raum geworfen.
Dabei konnte man immer wieder die gleichen Beobachtungen feststellen.

Zum einen ist dies die Entleerung der BB-Kammer.
Zwar ist die Füllmenge mit 160 BBs recht hoch, doch verbleiben meist um die 60 BBs in der Spirale.
Der Grund dafür ist offenbar die Spirale selbst, da diese im Durchmesser größer ist, als die darin befindlichen BBs.
Dadurch ist es möglich, dass ein Großteil vom Gas an den BBs vorbeiströmt.

Dies scheint sich dahingehend zu erhärten, da das erste Dutzend BBs auf Distanzen auf bis zu 8 Meter geschleudert wird, die nachfolgenden BBs jedoch nur bis zu maximal 3 Meter.
Zum Schluss hin strömt ausschließlich Gas aus, obwohl sich noch BBs in der Spirale befinden.

Eine weitere Beobachtung konnte beim Wurf auf typischen Untergründen festgestellt werden.
Während die Storm 360 auf harten Böden noch in alle Richtungen rotiert, bleibt diese hingegen auf weichem Grund - zum Beispiel Gras - einfach stecken und versprüht die BBs ausschließlich in eine Richtung.


Langzeittest

Die Granate ist trotz ihrer Schwächen durchaus brauchbar, robust und war bisher immer funktionsfähig.

Aufgrund ihrer Größe musste man jedoch feststellen, dass man eine größere Granatentasche benötigt.
Ein schnelles Ziehen ist hierbei nicht ohne weiteres möglich.

Zudem muss man erwähnen, dass die Storm zum Rascheln neigt, insbesondere, wenn nach einem Einsatz noch einige BBs in der Spirale verblieben sind.


Pro und Kontra

Pro

  • unkomplizierter Aufbau
  • schnelle Befüllung
  • robust
  • akzeptable Größe und Gewicht
  • mit Modifikationen eine gute Ergänzung zu anderen Airsofthandgranaten

Kontra

  • Raschelbox
  • ungünstige Streuung der BBs
  • werkseitig schlechte Dichtungen

Fazit

Unser Eindruck zur Storm 360 ist gemischt.

Wenn man diese mit bestehenden Systemen wie der Tornado, Cyclone, Kimera und Zoxna vergleicht, vereint die Storm 360 viele Vor- aber auch Nachteile.

Sie ist in etwa so robust wie eine A.I. Tornado, verstreut die BBs jedoch viel schlechter.
Dafür kann man diese im Feldeinsatz schnell und einfach neu laden, um sie dann erneut einsetzen zu können.

Ob die ASG Storm 360 ein würdiger Konkurrent zur A.I. Tornado ist oder nur eine Raschelbox für unterwegs, muss jeder für sich selbst beurteilen.

Für rund 60 € war diese jedoch brauchbarer als vergleichsweise die "Einweg-Granate" Cyclone.